Fu Long ein kleiner Pandabär

Hier gebe ich euch ein Schnittmuster zum nacharbeiten.

Anleitung Fu Long

 

Pandabär ca. 23 cm groß mit Wackelkopfgelenk

 

 

Material:

20 x 35 cm weißer Alpacca 10 mm Florhöhe

20 x 70 cm schwarzer Alpacca 10 mm Florhöhe

 

Pappscheiben

Kopf   2 Stück á 30 mm mit passenden Rundkopfsplinten und Beilegscheiben für das Wackelkopfgelenk

Arme   4 Stück dito

Beine   4 Stück á 35 mm mit passenden T-Splinten und Beilegscheiben

 

Augen 6 mm schwarz

Copicmaler Schwarz

Für die Pfotenbeläge ein Stück schwarzer Kaschmir oder High Pile

 

Füllung: Fiberfill, Stahlgranulat und Gummigranulat

Nase gestickt mit Perlgarn Stärke 5

 

Zur Anleitung

 

Das Schnittmuster enthält die Nahtzugabe von 0,5 cm, die Sie unbedingt einhalten sollten, wenn sie Alpacca verwenden, weil der weiße Stoff gerne einreißt.

Zeichnen Sie wie gewohnt den Panda auf, schneiden Sie zu, ohne den Flor zu beschädigen

Markieren Sie beim einzeichnen den schwarze Augenfleck von der Rückseite mit einem schwarzen Copicmaler. Füllen Sie den Fleck komplett aus, damit sie später auf der rechten Seite das schwarze Feld erkennen können.

 

Weißer Stoff:  Bauch unten, Kopfseitenteil, Kopfmittelteil,  und Schwänzchen

Schwarzer Stoff: Ohren, Beine, Arme, Bauch oben, Fußsohle und Hand.

Kaschmir: Ballenflecken für die Hände und Pfoten

 

Legen Sie je zwei schwarze Beinteile rechts auf rechts und nähen Sie dieses bis auf die Stopföffnung und den Einsatz für das Pfotenteil zusammen. Falten Sie nun das Pfotenteil so, dass es fast mittig liegt. Setzen Sie das Pfotenteil in die vorgesehene Stelle am Fuß ein.

Nähen Sie das Handteil an den Innenarm. Falten Sie nun die Arme übereinander und nähen Sie diese bis auf die Stopföffnung zusammen.

 

Körper: Bauch oben: Das weiße Bauchoberteil (Dreieck) an das schwarze Bauchoberteil nähen. Bauch unten: Danach mit dem  Bauchteil (weiß) unten zusammen nähen. Die Abnäher schließen. Beide Seitenteile (schwarz/weiß) rechts auf rechts legen und bis auf die Stopföffnung zusammen nähen.

 

Kopf: Schließen Sie die Abnäher am  Kopfseitenteil. Stecken Sie nun die beiden Kopfseitenteile an der Kinn-Naht zusammen und nähen diese vom Hals zur Nasenspitze.

Das Kopfmittelteil falten und zwischen die beiden Kopfseitenteile stecken und nähen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie das Kopfmittelteil genau in die Mitte der Kopfseitenteile einsetzen.

Die Ohren und den Schwanz nähen.

Alle Teile von links auskämmen und wenden. Von rechts auskämmen.

 

Kopf fest aufstopfen. Achten Sie auf die Nase, diese muss prall gefüllt sein.

 

Augen einziehen.

Bevor Sie die Augen einziehen, markieren Sie mit Stecknadeln den Sitz der Ohren.

Fädelt Sie ein Auge auf  einen starken Faden, nehmen sie eine lange Nadel und fädelt den

Faden auf. Fixieren Sie mit Stecknadeln den Sitzt der Augen. Stechen Sie nun neben der

Stecknadel diagonal durch den Kopf zum Ohr (Beule), stechen sie  neben der Ausgangsstelle

am Ohr wieder ein und kommen Sie hinter dem Auge heraus. Ziehen Sie an den Fadenenden,

das Auge muss nun im Kopf eingezogen sein. Wenn dies geschehen ist, verknoten Sie den

Faden einmal oben und unten hinter dem Auge.

 

Vernähen sie den Rest des Fadens im Kopf.

 

Arbeiten sie das zweite Auge gegengleich.

 

 

Wackelkopfgelenk einsetzen

Nehmen Sie zwei Rundkopfsplinte zur Hand und biegen Sie diese mit der Zange auseinander.

 

 

 

Schieben Sie die Rundkopfsplinte wie auf dem Bild zusammen.

 

 

 

Arbeiten Sie, wie auf dem oberen Bild beschrieben weiter.

 

Ohren annähen

 

Nun zu den Ohren. Nehmen sie eine Puppennadel und einen langen starken Faden. Nehmen sie den Kopf in die Hand und halten sie die Ohren seitlich, unterhalb der Kopfmittelnaht an. Nun fassen sie den Kopf mit dem Daumen und Zeigefinger über die Stelle, an die Ihr die Ohren platzieren wollen, wie ein Zange von Oben, so dass Daumen und Zeigefinger genau gegenüber, seitlich am Kopf liegen. Nehmen sie die Puppennadel mit dem langen Faden, und arbeiten sie durch den Kopf von der einen Seite (Ohr) zur anderen Seite (Ohr) immer hin und her, bis rechts und links eine kleine Beule entsteht. Nun wissen sie wo die Ohren montiert werden können. Wenn sie  soweit sind, vernähen sie den restlichen Faden im Kopf.

So nun wieder einen starken langen Faden auf eine Puppennadel auffädeln, verknoten und nun wird das Ohr angenäht. Dies geschieht in vier Schritten.

Zuerst die Vorarbeit. Nähen sie die gerade Kante mit einem Reihstich zu, der Faden hängt noch am Ohr, Nun falten sie das Ohr in der Mitte, stechen mit der Nadel zur gegenüberliegenden Seite des Ohres, und ziehen den Faden fest an. Nun müssten sie eine kleine Muschelform vor sich liegen haben.

  1. Stechen sie die Puppennadel an der einen Seite des Kopfes, an die das erste Ohr montiert werden soll ein. Kleine Beule!

Stechen sie zur gegenüberliegenden Seite (zweite Beule) durch, ziehen sie den Faden an. Gehen zur ersten Beule (Ohr zurück und faltet das Ohr nach unten. Stechen sie nun in die Obere Kante des Ohres mit der Puppennadel und gehen sie auf die andere Seite zurück.

  1. Falten sie das Ohr nach oben und stechen durch die untere Kante des Ohres mit der Puppennadel zur anderen Seite. Stechen wieder zurück zum Ohr und faltet dabei das Ohr nach vorne.
  2. Stechen sie mit der Puppennadel durch die untere hinter Kante des Ohres und verfahren wie zuvor beschrieben Also einmal zur anderen Seite des Kopfes und zurück.
  3. Nun stechen sie noch durch die Ohrmuschel (vorderes Ohrenteil) und gehen mit der Nadel auf die andere Seite. Den Rest des Fadens bitte vernähen und abschneiden.
  4. Das zweite Ohr genauso fertigen. Immer die Beule des anderen Ohres als Gegenpunkt wählen.

 

 

Danach den Mund sticken.

 

Markieren sie die Form des Mundes mit 4 Stecknadeln.

Ich beginne unterhalb der Nase in der Naht 1. Stecknadel. Dort komme ich mit der Puppennadel heraus. Danach steche ich unsichtbar zum 2. Punkt des Mundes, gehe dann oberhalb mit dem Faden zur Nase 1. Stecknadel zurück.

Jetzt gehe ich zum ersten Mundwinkel, 3. Stecknadel unsichtbar innerhalb des Kopfes, mit der Puppennadel. Gehe oberhalb des Felles zur 2. Stecknadel und steche dort wieder ein.

Nun noch einmal unterhalb/unsichtbar zurück zu Nadel 3.

Nadel vier wird von drei nach vier, unsichtbar innerhalb des Kopfes gearbeitet.

Den Mund fertig sticken, so wie bei Punkt drei beschrieben.

 

 

 

Wenn sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Können sie nun die Schnauze ein wenig trimmen.

Bitte nicht alle Haare im Schnauzenbereich entfernen. Auf der oberen Nasenseite können Sie die Haare ein wenig kürzer trimmen, die Haare im Seitenbereich lassen Sie stehen und schneiden nur innerhalb des Mundes, im umgekehrten Y, die Haare weg. Die Seitenhaare werden der gestickten Form der Schnauze angepasst und zugeschnitten. Kämmen Sie während dieser Arbeit die Haare immer wieder aus.

Schneiden sie nur soviel weg, so dass man die Augen des Bären erkennen kann.  An den Kopfseitenteilen im Schnauzenbereich kämmen sie die Haare nach unten. Nun werden diese im Schnauzenbereich geschnitten. Das funktioniert so: Zuerst die Mittelnaht von Haaren um den Stickfaden frei schneiden. Immer wieder ein wenig kämmen, damit man den Faden erkennen kann.

Nun die Seiten zur Schnauze kämmen und oberhalb der Lippe beschneiden. So dass das Fell nur bis zur Schnauzenöffnung reicht, nicht darüber geht.

 

Die Augenflecken wie auf der Zeichnung zu sehen, mit einem schwarzen Copicmaler aufmalen.

Zeichnen Sie nach dem einziehen der Augen die Flecken auf und lassen Sie den Bärenkopf einige Stunden trocknen.

 

Montage des Pandas:

 

Schieben Sie die Pappscheibe in den Arm nach oben und stechen Sie den Splint von innen nach außen durch. Die Armkugel flach ausstopfen. Stopfen sie bis zum Ende der Scheibe. Nun die Pfoten fest ausstopfen, ca. bis zum Handgelenk. Wer möchte kann nun ein Stück Wirbelgelenk, 6mm, in den Arm legen und vorne in die Hand schieben. Um das Gelenk ordentlich, aber nicht zu fest stopfen. Benutzen Sie Gummigranulat für die den Rest der Arme, dieses ist weich und gut für den Panda geeignet. Immer wieder den Arm biegen, um zu schauen, ob noch genügend Beweglichkeit im Arm ist. Bewegt er sich gut, kann die Stopföffnung mit einem Matratzenstich geschlossen werden.

Die Ballen an der eingezeichneten Stelle der Handfläche aufnähen. Dies funktioniert am Besten mit einem Matratzenstich. Lassen sie jeweils eine kleine Stopföffnung. Füllen sie die Handballen ordentlich mit Watte auf und schließen sie die Stopföffnung. Arbeiten sie zuerst einmal beide Arme auf diese Weise. Schauen Sie sich die Zeichnung im Schnittmuster an. Dort können Sie den Sitz der Handballen erkennen.

Nun wird der obere Handballen geskulptet. Dies ist hier einfacher, als beim normalen Needlesskulpten.

Markieren sie sich oben am Ballen die Abstände der Krallen mit einer Stecknadel und arbeiten sie sich wie folgt durch den Ballen:

 

 

Auflage Pfote

 

  1. Schneiden sie den Pfotenbelag nach der Schablone zu.
  2. Geben sie diesmal eine kleine Nahtzugabe dazu.
  3. Setzen sie sich das erste Pfotenteil so auf die Pfote, das es bis oben an den Nahtrand der Hand stößt.
  4. Stecken sie das Teil auf und nähen es mit kleinen Stichen im Matratzenstich auf die Pfote.
  5. Lassen sie eine Stopföffnung.
  6. Nun das untere Teil ebenfalls aufnähen.
  7. Die Auflagen mit Watte stopfen und die Öffnung mit einem Matratzenstich schließen.
  8. Nun die Ballen fertig stellen.
  9. Markieren sie sich zwischen den Krallen mit Stecknadeln einen Punkt in der Naht. Diesen benötigen sie um den Sitz der Krallen zu bestimmen.
  10. Nun arbeiten sie sich seitlich zum ersten Punkt/Stecknadel, oberhalb des Krallenbelags. Lassen sie dabei einen Faden hängen, den sie mit einer Hand festhalten, wenn sie den ersten Ballen sticken.
  11. Stechen sie innerhalb des Ballen, unsichtbar zum entgegen gesetzten Punkt, genau gegenüber der 1. Stecknadel  mit der Puppennadel den Faden durch den Ballen und ziehen sie den Faden leicht an. Wiederholen sie diese Arbeit indem sie zum Ausgangspunkt zurück stechen. Stechen sie beim zweiten Mal ein wenig neben der ersten Einstichstelle in die Pfote.
  12. Nehmen sie den Faden oberhalb, von oben nach unten sichtbar den Faden über den Ballen ziehen,  und stechen zum Ausgangspunkt zurück. Gehen sie noch einmal unsichtbar zum gegenüberliegenden Punkt zurück und ziehen sie dabei den Faden fest.
  13. Gehen sie nun zur zweiten Ballenmarkierung, 2. Stecknadel.
  14. Arbeiten sie alle Ballen gleich. Innerhalb zweimal, außen einmal mit dem Faden zurück nähen.
  15. Vernähen sie den Faden einmal hin und her in der Hand.
  16. Arbeiten sie ein Grübchen im Handballen, der weiter oben liegt. Indem sie mehrmals mit der Nadel durch die Hand zu gegenüberliegenden Seite hin und her stechen.
  17. Ziehen sie immer den Faden dabei an. Vernähen sie den Rest des Fadens in der Hand.
  18. Schneiden sie die restlichen Fäden mit der Schere ab, nachdem sie vernäht haben.

 

Denken sie an den Faden, der außen hängen geblieben ist, und vernähen sie diesen, bevor sie ihn abschneiden.

 

Stopfen Sie nun die Beine auf dieselbe Art wie die Arme. Wer unsicher ist kann die Splintpunkte aus dem Schnittmuster entnehmen.

Auch hier werden die Ballen aufgenäht und geskulptet.

 

Das Wackelkopfgelenk auf den Körper montieren. Siehe Beschreibung oben.

Arme und Beine an die vorgegebene Stelle montieren und befestigen. Die Splinte werden wie beim Wackelkopfgelenk zur Schnecke gedreht und fest angezogen.

Der Bauch des Pandas wird mit Stahlgranulat gefüllt. Schütten Sie ca. 150g -200 g in den Körper, danach füllen Sie mit Gummigranulat den Bauch auf, bis nichts mehr in den Bauch hineinpasst. Danach wird etwas Fiberfill vor die Stopföffnung gelegt und diese wird mit einem Matratzenstich geschlossen.

 

Anleitung und Schnittmuster Fu Long komplett

Alle Nähte auskämmen.

Den Schwanz annähen. Dafür schließen Sie die Wendeöffnung mit einem Reihstich. Stecken Sie den Schwanz an die dafür vorgesehene Stelle am Po und nähen Sie diesen mit einem Matratzenstich an den Körper.

Noch einmal die Nähte auskämmen, danach ist der Panda fertig und kann seine erste Portion Bambus essen.

 

Viel Spaß wünscht Ihnen

Margarete Nedballa