Knubbelnasen leicht gemacht

 

 

Wie stickt man eine dicke Knubbelnase, eine gute Frage. Das werde ich häufig gefragt. Stimmt, das ist nicht immer einfach, vor allem, wenn das Nasen sticken, dicke Probleme macht. Ich habe mir da ein paar Hilfen zugelegt, die einfach umzusetzen und leicht nachzuarbeiten sind.

Sie wissen ja, man wird nie zu alt, um etwas Neues zu lernen. Mit ein wenig Geschick und Übung kann sich jeder, an eine schöne dicke Teddynase heranwagen.

 

Die Vorarbeit

Bevor die Nase gestickt wird, muss erst einmal ein Teddy zugeschnitten und genäht werden.

Beim Zuschnitt auf ein paar Dinge achten. Benutzt man, so wie ich es gemacht habe, ein langes dichtes Fell, hilft es, wenn man die Nahtzugaben im Schnauzenbereich von Fell frei schneidet, so verhindert man auf jeden Fall, dass man Stoppelnähte erhält.

Natürlich kann man auch den gesamten Schnauzenbereich im Vorfeld rasieren, aber das nimmt Ihnen die Möglichkeit, selber zu bestimmen, wie und wo rasiert oder getrimmt werden soll. Ich entscheide dies immer am fertig gestopften Kopf. Bei weniger aufwendigen Mohairen reicht es aus, die Nähte von links auszukämmen, so dass alle Fellhaare auf der Nahtzugabe auf die linke Seite gekämmt werden. Auskämmen der genähten Teile ich immer wichtig, dadurch werden Stoppelnähte verhindert und der Teddy wird einfach schöner.

Soviel zur Einführung.

Teddykopf wie gewohnt nähen.

Alle Nähte auskämmen und einen Streifen Tesakrepp auf die Nasenspitze kleben. Dieser Tesakreppstreifen verstärkt die Nasenspitze und hilft das Füllmaterial festzuhalten.

 

Sie kennen dass bestimmt, die Webfäden verziehen sich beim Nase sticken und man bekommt eine schiefe Teddynase. Mit diesem einfachen Trick können Sie das Problem beheben.

Tesakrepp auf die Nasenform zuschneiden. Achten Sie beim aufkleben darauf, dass dieser gerade auf der Nasenspitze sitzt. Siehe Bild oben.

 

Tesakrepp in Form schneiden und die Nahtränder wie weiter beschrieben einschneiden.

Ich habe mit Bleistift Striche markiert. Dort wird mit der Schere bis knapp vor die Naht gerade eingeschnitten, damit die Nase ihre Rundungen behält.

 

Kopf wenden und stopfen.

Stopfen Sie das Nasenteil wirklich ordentlich aus, so dass keine Lücke mehr darin enthalten ist.  Kneten Sie den Kopf in den Händen und fühlen Sie so, ob dieser ordentlich gestopft ist. Kommt Ihnen das Füllmaterial entgegen, haben Sie einen Fehler gemacht. Den Kopf noch einmal ordentlich nachstopfen, danach geht es schon weiter mit der Vorbereitung für eine schöne Teddynase.

 

Markieren Sie sich die Augen mit Stecknadeln. Nun legen Sie einen Faden um den Kopf, der den Schnauzenbereich eingrenzt. Benutzen Sie die Augenposition als Hilfspunkt und wickeln Sie den Faden hinter die Augen bis unter das Kinn.  Jetzt können Sie zupfen, rasieren oder mit der Schere trimmen, das ist Geschmackssache und kann jeder entscheiden, wie es ihm gefällt.

Nase so abbinden

 

Schablone für die Nase anfertigen:

 

Überlegen Sie genau, wie dick die Knubbelnase werden soll, und fertigen Sie sich eine ovale Schablone für das Nasenteil an. Ich verwende gerne Pfotenstoff aus HighPile oder Kaschmir. Der hat einen festen Rücken, ist aber weich und soft.

Benutzen Sie ein farbiges Stück Stoff, damit sie später sehen können, wie die Stickfäden zu liegen kommen. Denn dies ist wichtig. Auf einem schwarzen Untergrund, bei einer schwarzen Nase, kann man den Fadenverlauf nicht immer gut erkennen. Denn das ist nun der wichtigste Teil dieser Lektion.

Die Schablone wird doppelt so groß zugeschnitten, und in der Mitte gefaltet. Die Faltkante zeigt den oberen Rand der Nasenschablone an.

Ich habe für diesen Bären eine 45iger Pappscheibe als Vorlage benutzt. Diese habe ich einmal abgezeichnet, danach noch einmal verschoben über die erste Zeichnung gelegt und ebenfalls abgezeichnet. So habe ich mein Oval für die Nase angefertigt. Damit alles Seitengleich ist. Wird die Papierschablone gefaltet und die Ränder werden gleichlang zugeschnitten.

 

Nasenschablone aufstecken. Nun ausmessen, ob alles richtig sitzt. Dazu darf ruhig ein Zentimetermaß zur Hilfe genommen werden.

Wenn alles seine Richtigkeit hat, Abstände zur Seite und zur Mitte sind genau gleich, kann die Schablone aufgenäht werden.

Danach beginnt die Stickarbeit.

Wir sticken in zwei Lagen.

Der Faden liegt immer dicht neben dem vorherigen Faden. Während der Arbeit wird der Stickfaden mit dem Daumen glatt gestrichen, so dass man sehen kann, ob alle Fäden in die gleiche Richtung gehen und gerade nebeneinander liegen. Schräg gestickte Fäden werden wieder herausgezogen und neu gestickt.

Es ist egal, ob Sie in der Mitte beginnen und nach rechts und links die Nase sticken, oder wie ich einfach an der Seite beginnen und einmal von links nach rechts arbeiten. Wichtig ist, dass Sie immer gleichmäßig am Faden ziehen, dieser sollte immer gleich straff am Kopf zu liegen kommen. Ist ein Faden lockerer als die anderen, wird die Nase ungleichmäßig. Wählen Sie sich eine Tageszeit aus, in der Sie selber in Bestform sind. Dann klappt das auch mit der Nase.

 

Ist die erste Lage gestickt, wird die Nase mit einem Stickfaden umrandet und angeglichen. Kleine Ungleichmäßigkeiten werden nun entdeckt und mit dem Faden ausgeglichen. Nun kommt die zweite Lage auf die Nase.

Nachdem die zweite Lage der Nase gestickt ist, wird diese mit einem glatten Holzstück poliert.

Ich nehme dazu immer den Griff meines Stopfholzes.

 

Nase wachsen

Nehmen Sie ein Klebewachsplättchen und betupfen Sie die Nase des Bären. Reiben Sie nun das Wachs auf die Nase. Arbeiten Sie immer in eine Richtung, von oben nach unten. Reiben Sie das Wachs so lange mit den Fingern auf die Nase, bis Sie nichts mehr vom Klebewachs erkennen können. Geduld müssen Sie schon aufbringen. Langsam erscheint ein matter Glanz auf der Oberfläche. Wachsen Sie so lange nach, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Danach mit einem Polierholz, die Nase aufpolieren, so erhält sie ihren schönen matten Glanz. Klebewachsplättchen, bekommen Sie im Drogeriemarkt. Sie werden zum befestigen  von Kerzen in Kerzenständern benutzt.

Ganz zum Schluss kommt noch etwas Bienenwachs auf die bereits polierte Nase. Dieser gibt der Knubbelnase den letzten Pfiff. Reiben Sie den Bienenwachs auf die Bärennase und polieren immer wieder mit dem Griff des Stopfholzes über die Nase.

Die machen Sie so lange, bis ein matter Glanz entsteht.

Bienenwachs erhalten Sie in Kerzenform in jedem gut sortiertem Drogeriemarkt. Benutzen Sie dazu 100%ige Bienenwachskerzen.

 

Fertig ist die Knubbelnase für Ihren Teddybären. Wer möchte kann jetzt noch ein wenig schminken, gestalten Sie sich das Gesicht so wie es Ihnen gefällt.

 

Ich wünsche viel Spaß beim fertigen einer schönen dicken Teddynase.

Natürlich gibt es das Schnittmuster des Teddybären wieder zum Download

Ekke Nekkepen

 

www.teddycollege.com

Margarete Nedballa

teddy@margaretenbaer.com

0176-52528752

 

Hier die Anleitung für den Bären

Knubbelnase

 

Material:

25 x 140 cm Mohair

Ein Stück Pfotenstoff für die Füße

6 Pappscheiben 30mm Durchmesser plus T-Splinte und Beilegscheiben für Kopf und Arme

4 Pappscheiben 40 mm Durchmesser plus T-Splinte und Beilegscheiben für die Beine

Augen hintermalt mit Glitzer 10 mm

 

Dazu Wolle für die Strickmütze. 1 Knäuel Regia Sockenwolle, Nadelstärke 2 mm

 

 

Bitte lesen Sie die Anleitung es sind einige Tipps zum Bärenmachen darin enthalten, so können Sie Enttäuschung beim Bären machen vermeiden.

 

Achtung dieser Schnitt ist inklusive 0,5 cm Nahtzugabe. Schneiden Sie bitte auf der Einzeichenlinie aus, ohne den Flor zu beschädigen.

 

Kopieren Sie den Schnitt, wenn möglich mit Laminierfolie beschichten. So erhalten Sie eine stabile Schablone, die viele Jahre hält.

Körper, Arme, Beine, Ohren  und Kopf Mohair

Fußsohlen aus Pfotenstoff

Schneiden Sie die Schnittmusterteile aus. Legen Sie den Stoff mit der linken Seite(Rückseite) nach oben auf den Tisch und zeichnen Sie die Schnitteile mit einem wasserfesten Filzschreiber auf die Rückseite des Teddyfells. Übertragen Sie auch die Markierungen z.B. Kopfansatz oder ähnliches auf die Rückseite des Felles. Achten Sie auf die Strichrichtung. Sie ist im Schnitt mit einem Pfeil gekennzeichnet.

 

Schneiden Sie die Teile mit einer guten Schere zu. Schneiden Sie auf der Einzeichenlinie aus, ohne den Flor zu beschädigen.

Wir beginnen mit der Näharbeit.

 

Die Beine

Die Beinteile rechts auf rechts aufeinander legen und bis auf die Stopföffnung stecken und nähen.

Arbeiten sie mit einem kleinen Steppstich, falls sie mit der Hand arbeiten. Wenn sie mit der Nähmaschine nähen sollte die Stichlänge auf die kleinste Stufe oder bei 1,5 bis 2,0 mm eingestellt sein.

Nun wird die Fußsohle eingenäht. Falten sie die Fußsohle in der Mitte, so dass sie gleich aufeinander liegt.

Markieren sie sich vorne und hinten die Mittelpunkte mit einem Faden.

Stecken sie die Fußsohle zuerst, bevor sie diese einnähen. Achten sie darauf, dass sie diese in der Mitte mit der Fußspitze, Naht, beginnend einsetzen.

 

Nun alle Nähte von der linken Seite auskämmen, damit das Fell der Nahtzugabe auf die Rückseite gezogen wird. Das verhindert, dass sie später Stoppel in den Nähten sehen werden.

Nun das Bein wenden und die Nähte auf der rechten Seite auskämmen.

 

Schieben Sie die Pappscheiben für die Beingelenke bis nach oben in das Bein. Nun die Beilegscheibe über den Splint schieben und diesen durch das Loch der Pappscheibe von innen nach außen durchstechen.

Nun den Fuß bis zum Knöchel mittelfest stopfen. Achten Sie auf eine gute Füllung und schieben Sie das Stopfmaterial bis zum Nahtrand des Fußes. So erhalten Sie eine ordentliche Füllung in den Füßen. Kneten Sie den Fuß noch einmal durch und schauen Sie, ob alles ohne Lücken gestopft ist.  Meist muss jetzt im Fersenbereich noch mal nachgestopft werden.

Der Fuß sollte sich soft und gleichzeitig fest anfühlen. Er darf nicht hart gestopft sein

Needleskulpting der Füße wie folg:

Markieren Sie am Fuß mit Stecknadeln den Abstand der Krallen. Sie benötigen acht große Schwesternadeln. Vier Nadeln senkrecht in die obere Kante des Fußes stecken, in die Naht zwischen Pfotenstoff und Fell (Fußspitze).

Die anderen Nadeln benötigen Sie für die Fußsohle.

Dort markieren Sie parallel zu den oberen Nadeln die Länge der Krallen. Am Besten bereiten Sie beide Füße so vor, dann haben Sie die Gewissheit, dass die Krallen an beiden Fußsohlen denselben Abstand haben.

Nehmen Sie einen starken Faden und eine Puppennadel zum Arbeiten. Am Ende des Fadens

arbeiten Sie einen dicken Knoten. Führen Sie nun die Nadel von innen, über das Bein, zur ersten Stecknadel an der Fußsohle.

 

Ausgearbeitet wird nun über Fußsohle (Pfotenstoff) und Fußrücken (Fell) obere Seite des Fußes. Nähen Sie nun mehrmals von der Markierung zur oberen Seite des Fußes hin und her, bis eine kleine Beule entsteht. Ziehen Sie den Faden bei jedem Vorgang etwas an. Wenn die kleine Beule sichtbar wird, legen Sie von oben (Fußrücken) den Krallenfaden an der Markierungsnadel (Fußspitze) vorbei zur Einstichstelle (Beule) und nähen noch einmal hin und zurück. Führen Sie nun die Puppennadel zur zweiten Stecknadel an der Fußsohle, indem Sie von der Einstichstelle

1. Nadel (Fußrücken) zur

Markierung Stecknadel Nr. 2

(Fußsohle) durchstechen.

Arbeiten Sie nun die zweite Kralle

wie zuvor beschrieben.

Wenn alle vier Krallen gestickt sind, vernähen Sie den Faden im Fuß des Bären und schneiden ihn ab.

Nun wird das Bein über die Pappscheibe des Gelenkes fest gestopft. Der Rest des Beines kann mit Gummi- oder Kunststoffgranulat aufgefüllt werden. Über die Stopföffnung ein wenig Fiberfill legen, damit das Granulat nicht entweichen kann.

 

Ist das Bein  gestopft, kann die Stopföffnung mit einem Matratzenstich geschlossen werden.

Noch einmal alles auskämmen ohne den Mohair zu beschädigen.

In der Naht, zwischen Fußsohle und Beinstoff mit einer dicken Stopfnadel, von der Fellseite her,  in den Fuß stechen und das Stopfmaterial zum Nahtrand ziehen. Dadurch wird die Fußsohle wesentlich fester und flacher, der Bär kann später besser stehen.

Nase bekommt seine Fußsohlen geschminkt.

Nehmen Sie sich einen weichen Lidschattenpinsel oder einen Borstenpinsel zur Hand. Dunkler Lidschatten oder schwarzer Kajal-Lidschatten werden nun mit dem Pinsel aufgenommen. Dieser sollte etwas ausgeschüttelt werden, bevor man die Füße schminkt. Das ist ganz einfach. Man fährt vorsichtig mit dem Pinsel über die Ballen und verteilt den Lidschatten. Die Ränder des gesamten Fußes werden ebenfalls eingepinselt. Nun mit einem weichen Küchenkrepp die Schminke verwischen. Man kann auch gemahlene Zeichenkohle verwenden. Aber Vorsicht, dies wird sehr kräftig. Hier empfiehlt es sich den Pinsel vorher auf dem Küchenkrepp ein wenig abzutupfen.

 

Die Arme

Die Handinnenflächen vor dem Nähen rasieren.

Die Arme rechts auf rechts legen und bis auf die Stopföffnung wie die Beine nähen.

Die Pappscheiben genauso einfügen und montieren. Der Splint schaut nach außen. Achten Sie auf rechte und linke Armseite.

Stopfen Sie nun über die Pappscheiben den Oberarm mit Fiberfill fest aus. Die Hand bis zum Handgelenk mittelfest stopfen.

Nun werden die Hände wie bei den Füßen beschrieben geskulptet. Nur die Nadeln werden etwas anders eingesteckt. Bitte legen Sie lange Krallen an, damit die Flossenhand besser zur Geltung kommt.

Stecken Sie die Krallen wie auf dem Bild, nächste Seite,  etwas runder, als bei den Füßen.

Denken Sie nach dem Skulpten daran, die Krallen oben mit einem kleinen Stich, Reihstich, fest zu nähen.

Das Grübchen wird ähnlich wie die Krallen gearbeitet.

Gehen Sie zur markierten Stelle in der Handfläche. Benutzen Sie entweder den Restfaden vom Krallenskulpten oder nehmen Sie einen neuen Faden auf die Puppennadel auf.

Arbeiten Sie nun von der Innenseite Hand, genau zur Rückseite Hand, mit der Nadel und Faden, so lange hin und her, bis kleine Dellen in der Handfläche entstehen. Sie müssen mindestens dreimal hin und her stechen. Ziehen Sie jedes Mal den Faden ein wenig an, damit die Vertiefungen auch gelingen.

Zum Schluss wird der Faden in der Hand vernäht.

Der Rest der Arme wird mit Granulat aufgefüllt und sanft gestopft. Die Arme müssen sich noch bewegen lassen. Legen Sie ein Stück Füllwatte vor die Stopföffnung und schließen Sie die Wendeöffnung mit einem Matratzenstich.

Die Nähte ordentlich auskämmen.

 

Nun aber zum Kopf

Legen Sie die Schnitt-Teile auf die Rückseite des Stoffes, achten Sie unbedingt auf die Strichrichtung. Manchmal passiert es, wenn der Bär fertig genäht ist, dass die Strichrichtung von einem Teil des Kopfseitenteiles nach vorne liegt, die andere Seite nach hinten. Manchmal kommt es vor, dass das Material unterschiedlich von der Struktur ist, oder man einfach nicht gut aufgelegt hat. Hier ein Tipp von mir. Schaumfestiger in den Mohair kneten, mit kleiner Rundbürste alles Mohairhaare so fönen, wie sie liegen sollen, das funktioniert gut und man muss sich nicht ärgern, weil es mit der Strichrichtung nicht geklappt hat. Wie gesagt, wenn der Kopf fertig gestellt ist.

Alles einzeichnen, ausschneiden, stecken und nähen.

Die Kinn-Naht der Seitenteile stecken und nähen.  Fügen Sie das Kopfmittelteil zwischen die beiden Seitenteile.

Stellen Sie im Vorfeld die Mitte der Nasenspitze fest. Falten Sie das Kopfmittelteil zur Hälfte und legen es genau aufeinander. Die Falte in der Nasenmitte wird nun mit einem Faden markiert. Dieser sollte genau auf die Naht des Kinnteiles gesteckt werden. Stecken und nähen Sie nun den Kopf fertig. Arbeiten Sie immer in eine  Richtung. Stecken Sie zuerst den Kopfmittelteil, zwischen die Seitenteile mittig ein. Die Stecknadeln liegen Senkrecht zur Nählinie, und zeigen mit dem Kopf nach außen. Stecken Sie alles über den flachen Kopfmittelteil zusammen, so verhindern Sie, dass sich der Stoff verzieht. Beginnen Sie im Nacken, wenn Sie mit der Maschine nähen, und nähen Sie einmal in die Runde das Kopfmittelteil zwischen die Kopfseitenteile. Wenn Sie mit der Hand nähen beginnen Sie in der Nasenmitte, und arbeiten die zweite Seite vom Nacken. Das Nähgut sollte immer von der gleichen Arbeitsseite genäht werden.

Die Ohren rechts auf rechts aufeinander legen und über die Rundung stecken und nähen. Die untere gerade Kante bleibt offen.

Alle Teile von links ausbürsten und wenden. Danach von rechts ausbürsten. Nun den Kopf stopfen. Der Kopf wird fest gestopft. Achten sie dabei auf die Nase, diese sollte schön ausgefüllt sein. Kneten Sie nach dem Stopfen den Kopf mit den Händen durch. So erhält er eine schöne Form, und Stopffehler können ertastet werden.

 

Die Ohren  werden geskulptet

Nun zu den Ohren. Nehmen Sie eine Puppennadel und einen langen starken Faden. Nehmen Sie den Kopf in die Hand, und halten Sie die Ohren seitlich, unterhalb der Kopfmittelnaht an den Kopf. Nun fassen Sie den Kopf mit dem Daumen und Zeigefinger über diese Stelle, an die Sie die Ohren platzieren wollen, wie ein Zange von Oben, so dass Daumen und Zeigefinger genau gegenüber, seitlich am Kopf liegen. Nehmen Sie die Puppennadel mit dem langen Faden, und arbeiten Sie durch den Kopf von der einen Seite (Ohr) zur anderen Seite (Ohr) immer hin und her, bis rechts und links eine kleine Delle entsteht. Nun wissen Sie wo die Ohren montiert werden können. Wenn Sie soweit sind, vernähen Sie den restlichen Faden im Kopf.

So nun wieder einen starken langen Faden auf eine Puppennadel auffädeln, verknoten und das Ohr wird angenäht. Dies geschieht in vier Schritten.

Zuerst die Vorarbeit. Nähen Sie die gerade Kante mit einem Reihstich zu, der Faden hängt noch am Ohr, nun falten Sie das Ohr in der Mitte, stechen mit der Nadel zur gegenüberliegenden Seite des Ohres, und ziehen den Faden fest an. Sie haben ein Ohr in  Muschelform vor sich liegen.

 

  1. Stechen Sie die Puppennadel an der einen Seite des Kopfes, an die das erste Ohr montiert werden soll ein. Kleine Delle!

Stechen Sie zur gegenüberliegenden Seite (zweite Delle) durch, ziehen Sie den Faden an. Gehen Sie zur ersten Delle (Ohr zurück und falten das Ohr nach unten. Stechen Sie  nun in die Obere Kante des Ohres mit der Puppennadel und gehen Sie auf die andere Seite zurück.

  1. Falten Sie das Ohr nach oben und stechen durch die untere Kante des Ohres mit der Puppennadel zur anderen Seite. Stechen Sie wieder zurück zum Ohr und falten dabei das Ohr nach vorne.
  2. Stechen Sie mit der Puppennadel durch die untere hinter Kante des Ohres und verfahren Sie, wie zuvor beschrieben Also einmal zur anderen Seite des Kopfes und zurück.
  3. Nun stechen Sie noch durch die Ohrmuschel (vorderes Ohrenteil) und geht mit der Nadel auf die andere Seite. Den Rest des Fadens bitte vernähen und abschneiden.
  4. Das zweite Ohr genauso arbeiten. Immer die Delle des anderen Ohres als Gegenpunkt wählen.

 

 

 

Die Augen

Die Augen einziehen. Markieren Sie mit dicken Stecknadeln den Sitz der Augen. Ich arbeite immer mit einer Doppelspitzennadel, kann aber nicht erwarten, dass Sie alle eine solche besitzen, deshalb meine abgewandelte Version des Augeneinziehens. Nehmen Sie einen langen festen Faden, und nehmen Sie diesen doppelt. Fädeln Sie das Auge wie eine Perle auf. Nehmen Sie nun die vier Fadenenden, zwei rechts und links und fädeln Sie die Fäden auf eine Augennadel. Drücken Sie die Öse nicht zusammen. Stechen Sie nun durch die markierte Stelle hinter der Stecknadel mit der Augennadel durch den Kopf zur Halsöffnung. Nehmen Sie einen kleinen Stoffrest und fädelt in auf die Augennadel auf. Stechen Sie nun durch den Kopf zurück zum Auge und kommen mit der Augenadel hinter dem Auge wieder heraus. Legen Sie die Nadel beiseite. Ziehen Sie nun an dem Faden, das Auge springt in den Kopf. Das kann man hören, macht ein leises Plopp. Wenn die Öse nicht im Kopf verschwindet, ziehen Sie leicht an dem Auge, so dass Sie die Einstichstelle des Fadens sehen können  und erweitern diese mit einer Ahle, oder dicken Nadel (Strick- oder Stopfnadel). Ziehen Sie noch einmal, nun müsste die Öse im Kopf verschwunden sein. Ziehen Sie das Auge tief in den Kopf und umwickelt es mit dem Faden hinter dem Auge. Teilen Sie die Fäden auf, je zwei rechts und links hinter das Auge, und verknoten Sie diese dort. Nehmen Sie nun die Puppennadel und vernähen Sie den Faden im Kopf des Teddys. Schneiden Sie den Rest des Fadens ab.

 

Nun wird die Scheibe für das Halsgelenk in den Kopf gesetzt, der Splint zeigt nach außen. Schließen Sie den Hals mit einem Reihstich und vernähen über das Gelenk den Faden, sternförmig. Das gibt einen sicheren Halt.

 

Mütze:

40 MA aufnehmen. Wir stricken mit einem Nadelspiel in Runden.

Die Mütze ist 30 cm lang.

5 cm Bündchenmuster 2 MA rechts und 2 MA links stricken. Danach weiter

ca. 15 cm in Runden glatt rechts stricken.

Nun nach und nach in jeder zweiten Reihe auf jeder Nadel eine MA abnehmen.

Arbeiten Sie die Mütze so lange weiter, bis nur noch 2 MA (8 MA ) auf jeder Nadel liegen

Alle MA noch weitere 5 cm stricken, danach die MA abstricken und zusammen ziehen.

Die Fadenenden vernähen und eine Glocke an das Mützenende befestigen.

 

Viel Spaß wünscht Ihnen

Margarete Nedballa