Wattdrachenschnecke Eluisa

Wattdrachenschnecke Fräulein Eluisa

Sie wohnt hier im Jadebusen. Dort wo vor vielen, vielen Jahren die Insel Arngast Gewesen ist. Heute steht hier der Leuchtturm Arngast zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut. Die kleinen Drachen sind mit den Wattschweinen verwandt und leben in friedlicher Cooperation mit diesen.

Wer mehr über den Jadebusen und seine Geschichte erfahren möchte, sollte einfach mal das Weltnaturerbe-Niedersächsisches Wattenmeer Museum in Dangast besuchen. Am Ortseingang könnt ihr das Museum finden, es lohnt sich bestimmt.

 

Material:

Ministoff X Lonpile H0000 rosa                  24 x 24 cm von Berta Hese-Minten

Sie benötigen ein halbes Stück für die kleine Wattdrachin

Filz rosa für die Zacken                                 10 x 10 cm

Augen  Glas schwarz                                     6 mm    von Sabine Hohmann

Gartendraht ummantelt                               für den Körper

Dünner Schmuckdraht                                 für die Fühler

 

 

Ministoff und Pfotenstoff bekommt ihr hier:

http://www.threadteds.com/prestashop/

 

Glasaugen hier:

http://www.binesbaerenauslese.de/glasaugen.html

Füllung: Fiberfill

Das übliche Bärenmacherwerkzeug

 

 

Anleitung:

Bitte lesen Sie die Anleitung es sind einige Tipps zum Bärenmachen darin enthalten, so können Sie Enttäuschung beim Bären machen vermeiden.

 

Achtung dieser Schnitt ist bekommt eine Nahtzugabe von 0,3 cm. Schneiden Sie bitte auf der Einzeichenlinie aus, ohne den Flor zu beschädigen.

 

Kopieren Sie den Schnitt, wenn möglich mit Laminierfolie beschichten. So erhalten Sie eine stabile Schablone, die viele Jahre hält.

Einzeichnen und zuschneiden

Ministoff :  Körper, Kopf

Rosa Filz: Für die Drachenzacken

 

TIPP Die Schnittmuster von Eluisa und Wilhelm lassen sich mixen.

Das Schnittmuster Wattdrache Wilhelm mit E-Book gibt es dann beim nächsten Mal

Schneiden Sie die Schnittmusterteile aus. Legen Sie den Stoff mit der linken Seite(Rückseite) nach oben auf den Tisch und zeichnen Sie die Schnitteile mit einem wasserfesten Filzschreiber auf die Rückseite des Stoffes. Übertragen Sie auch die Markierungen z.B. Kopfansatz oder ähnliches auf die Rückseite des Felles. Achten Sie auf die Strichrichtung. Sie ist im Schnitt mit einem Pfeil gekennzeichnet.

Schneiden Sie die Teile mit einer guten Schere zu. Denken sie an die Nahtzugabe von 3mm. Nun werden die Teile gesteckt und genäht.

 

Wir beginnen mit dem Kopf:

Stecken Sie zunächst die Abnäher des Kopfteiles, und nähen mit der Hand und einem kleinen Steppstich rechts auf rechts zusammen. Arbeiten Sie bei allen Nähten sauber ohne am Stoff zu ziehen, dann werden die Nähte schön.

Kopf:

Der Kopf hat vier Drachenstachel. Einen Auf der Nase, ein Stückchen weiter zwischen Augen und Nasenstachtel, mitten auf dem Kopf, und einen hinter den Abnäher. Diese müssen mit eingenäht werden. Dazu fassen sie die Stachel beim nähen des Kopfes mit und nähen über die drei Schichten den Kopf zusammen.

 

Nähte auskämmen und Kopf wenden. Bei den Ministoffen benutze ich immer eine harte Zahnbürste und die Nähte auszukämmen, klappt prima.

Körper

Der Körper hat zwei Teile. Stecken und nähen Sie zuerst die beiden Abnäher.

Danach können die Seitenteile, bis auf die Stopföffnung, genäht werden. Fassen Sie dabei die Drachenstachel mit ein und nähen sie diese mit. Die Stachel zeigen nach innen auf die rechte Stoffseite. Einfach ist es, wenn man die Stachel nach und nach, während der Näharbeit mit einfasst und so Stachel für Stachel weiter arbeitet.

Die Stopföffnung  befindet sich vorne am Bauch zwischen den beiden Abnähern. Die Halsöffnung bleibt ebenfalls geöffnet.

 

Nun wird der Drache gestopft und montiert.

  1. Formen Sie aus Draht eine Einlage für den Drachenkopf und Körper

Der untere Teil kommt später in den Körper, der obere Teil gehört in den Kopf.

 

  1. Der Kopf: Bitte stopfen Sie zuerst die Nase fest mit Fiberfill aus. Achten Sie auf die Nasenspitze, dass diese gut ausgefüllt ist. Wenn dies geschehen ist, wird der Draht in den Kopf geschoben und der Kopf wird nun weiter ausgestopft. Markieren Sie sich jetzt schon die Augen mit Stecknadeln oder Positionsaugen.
  2. Augen einziehen: Ich ziehe die Augen immer über die Halsöffnung ein. So vermeide ich Dellen am Kopf und sie sitzen gut im Teddygesicht. Nehmen Sie einen stabilen langen Faden. Legen Sie diesen doppelt. Fädeln Sie auf dem doppelten Faden das Auge auf. Mit einer Augennadel von der Stecknadel (Position der Augen) durch die Halsöffnung durchstechen.

 

Bitte nicht die Öse zusammendrücken. Die wenigsten Augen halten diese Spannung lange aus. Stechen Sie bei der Markierung für das Auge mit der Puppennadel ein. Das Auge habe Sie zuvor mit einem doppelten Faden aufgefädelt. Stechen Sie zur Halsöffnung und ziehen sie das Auge in den Kopf. Schieben Sie ein Stück Mohairrest vom zuschneiden über die Nadel, dieses dient als Stopper, damit der Faden sich besser in der Halsöffnung festhält. Stechen Sie nun mit der Nadel zurück hinter das Teddyauge. Nehmen Sie den Faden von der Nadel und teilen diesen in je zwei Fäden rechts und links hinter dem Auge. Ziehen Sie an den Fäden. Das Teddyauge müsste nun in den Kopf gleiten. Falls dies nicht passieren sollte, nehmen Sie eine Ahle oder dicke Stopfnadel und erweitern Sie das Loch aus dem der Faden herauskommt. Ziehen Sie noch einmal, nun müsste es klappen. Verknoten Sie den Faden hinter dem Auge. Nehmen Sie nun eine lange Puppennadel und vernähen den Rest des Fadens im Kopf. Der Faden verfängt sich im Stopfmaterial und ist so sicher untergebracht.

Schneiden Sie den Rest des Fadens ab.

 

  1. Körper: Den Körper über den Draht schieben. Jetzt das Kopfende (Hals) mit dem oberen Teil (Halsöffnung) anpassen und mit einem Matratzenstich zusammen nähen.

Der Körper wird nun mittelfest gestopft. Ich habe alles mit Fiberfill gestopft, das klappt prima. Das Drachenfräulein ist dann zwar ein wenig leicht, aber wir Mädels mögen das ja ganz gerne, wenn es ein wenig leichter ist.

  1. Die Nase: hat nur einen Faden von der Nasenspitze nach unten. Der Stachel soll die Nase darstellen. Rechts und links habe ich mit einem Stickstich, kleines Kreuz, jeweils einen Punkt markiert. Das sind die Nasenlöcher.

Den dünnen Schmuckdraht auf eine dicke Nadel aufnehmen. Lassen sie das Ende noch an der Drahtrolle. Stechen Sie nun den Draht von rechts nach links durch den Kopf. Nadel wenden und noch einmal zurück. Sie haben nun zwei Drahtenden an jeder Seite hängen. Schneiden Sie den Draht von der Rolle. Die Drahtenden an jeder Seite sollten 5 cm lang sein. Diese werden nun je Seite miteinander verdreht. Danach kann man sie um einen Zahnstocher wickeln und in Form bringen. So entstehen die kleinen Schnecken am Ende des Drahtes. Alles zurechtbiegen und schon sind die Fühler fertig.

 

Zum Schluss noch alle Wendeöffnungen schließen. Die kleine Drachin möchte nun mit einer harten Zahnbürste ausgekämmt werden.

Wer möchte kann ihr noch ein schönes Schneckenhaus- oder Einsiedelkrebshaus schenken.

 

  1. Hier noch eine kleine Info für Sie

Auf meinem Block finden sie einige Anleitung mit Schnittmuster, für Anfänger.  Sebastian erklärt Schritt für Schritt den Einstieg beim Bärenmachen. Viele Arbeitsgänge sind mit Fotos unterlegt. Außerdem befindet sich ein Artikel über Giselbärt auf meiner Seite. Dieser wurde seinerzeit im Antiklook gestaltet. Vielleicht können Sie den einen oder anderen Tipp gebrauchen. Schauen sie einfach vorbei, ich habe einige schöne Schnittmuster zum kostenlosen Download für sie auf meiner Seite.

Ich wünsche allen viel Spaß mit dem Drachenfräulein Eluisa

Liebe Grüße

Margarete Nedballa

www.margaretenbaer.com

E-Book Wattdrachin Eluisa

 

 

 

Was ist denn da im Watt

tja, das fragen sich viele Leute. Ist doch das Wattenmeer, Weltnaturerbe. Liegt wohl daran, dass sich so einiges im Watt herumtreibt. Von Kleinstlebewesen bis hin zum Seehund.  Aber wisst ihr auch, das sich eine kleine Fabelwelt im Watt aufhält. Genau hier im Jadebusen. Von einigen habe ich an dieser Stelle schon berichtet, einige sind ein Geheimnis, dass ich nun lüften möchte.

Es heißt, rund um den Leuchtturm oder kurz davor oder dahinter verbergen sich kleine Kreaturen. Diese hüten den Stöpsel für die Gezeiten im Wattenmeer. Denn dort, keiner weiß das so genau, versteckt sich dieser. Immer wenn Niedrigwasser ist, zieht eines der kleinen Kreaturen den Stöpsel. Das Wasser fließt ab und bleibt für einige Zeit verschwunden.

Aber wie kommt das Wasser wieder in den Jadebusen und wie …..? Ganz einfach, der Stöpsel wird wieder eingesteckt und schwubdiwub haben wir jede Menge Wasser im Jadebusen. Also eine simple und einfache Erklärung.  Mmmmh werden da einige ganz schlaue Menschen sagen, da war doch mal was mit dem Mond, dem Meer und der Anziehungskraft. Das ist für Menschen ohne Fantasie die immer eine wissenschaftliche Erklärung brauchen. Wir aber hier am Jadebusen wissen es besser.

Denn hier lebt ein kleines Volk dass sich um diese Belange kümmert. Winzig, rosa, pink, manchmal auch ein bisschen anders tummelt sich das Wattschwein rund um den Stöpsel.  Wirklich gesehen haben wir es noch nicht, aber Vermutungen lassen dieses Bild entstehen:

Wattschwein3

 

 

Das Wattschein ist ein kleines Tierchen das nur noch wenig Ähnlichkeit zu einem Hausschwein besitzt. Einige behaupten ja, das Schwein von Rudi sein Opa ist mal kurz ausgebüxt und hat sich mit einem schweineähnlichem Mädel im Jadebusen gepaart. Kann sein, kann aber auch nicht sein, denn die Wattschweine sind schon einige Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende im Jadebusen beheimatet. Die Möglichkeit einer Vereinigung dieser beiden Rassen könnte aber doch bestehen, weil, man weiß ja nie nicht, was so passiert rund um und im Jadebusen.

WS-Erdbeer

Tatsache ist, die Wattschweine ernähren sich von Erdbeermarmelade. Echt jetzt und es gibt Beweise. Hat schon einmal irgendjemand von euch einen Wattwanderer mit einem Marmeladenbrot gesehen, nie und nimmer. Aber viele Wattwanderer die aussehen wie kleine Wattschweinchen. Die gibt es. Einfache Erklärung ist folgende. Die Wattschweine haben den Gast gewittert. Er isst gerade ein Marmeladenbrot, oder er hatte Erdbeermarmelade zum Frühstück. Sie riechen diesen Duft Meilenweit und versuchen mit List und Tücke an die Marmelade zu kommen.

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Viele haben schon beobachtet wie sie sich heimlich zum Marmeladenstand in Dangast geschlichen haben. Schnell ein paar Gläser auf ihren Wattschlitten und schon sind sie weg.  Es heißt, in der Dangaster Seifenmanufaktur treiben sich hin und wieder einige Wattschweine herum. Wer mehr wissen möchte, der sollte sich diesen kleinen Beitrag durchlesen.

Wir forschen weiter und berichten von nun an regelmäßig über das kleine Volk hier am und im  Jadebusen.

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Ilustrationen: capar Michael Kusmierz

Figuren: Margarete Nedballa (c) 2007

Marmeladen/Wattschweinfutter: Dangaster Fruchtaufstriche

Ich melde mich dann wieder zurück sobald ein neues Wattschwein gesichtet wird,  bis dahin, viel Spaß beim lesen

Eure Margarete